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Thomas Vanderham – Von The Collective bis zu Return to Earth

July 02, 2019

The Collective und Anthill Films haben in den letzten 15 Jahren sieben abendfüllende Mountain-Bike-Filme gemacht, und Thomas Vanderham war immer dabei. Von der Eröffnungsszene in The Collective bis zu seinen motoradgroßen Sendern in Seasons, bei Sam Hill zu Hause am North Shore bis zur Veröffentlichung von Return to Earth – viele der großen Momente in der Fahrerkarriere von Thomas wurden in diesen Filmen festgehalten.

Den ersten Vertrag haben wir vor 19 Jahren mit Thomas gemacht, als er noch ein Junge an der High School war. Und damals kam die Freeride-Szene am North Shore eben erst in Fahrt. Der lokale Fotograf Sterling Lorence hatte gerade sein erstes Titelbild auf dem BIKE Magazin, und kurz danach begann die Zusammenarbeit zwischen ihm und Thomas auf ihren Haustrails.

Sterling war der Hauptfotograf in allen Filmen von The Collective und blieb im Team, als es sich für vier weitere Filme als Anthill Films restrukturierte. Durch ihre Präsenz in allen sieben Filmen entwickelten Sterling und Thomas eine besondere Beziehung. Ihre Karrieren haben sich gemeinsam entwickelt, und sie haben einige der schönsten Momente auf dem Weg dokumentiert.

The Collective

„Als The Collective herauskam, machte er viel Wirbel – und ich glaube, dass niemand von uns das wirklich erwartet hat. Das Timing passte perfekt zu den Anfängen des Freeride-Mountainbiking, aber bis zu diesem Film wurde es im Wesentlichen durch einzelne Bilder und große Reportagen abgedeckt. Die Tatsache, dass The Collective sogar Singletrails zeigte, sorgte für ein neues Gefühl. Ich glaube, dass sich Fahrer damit stärker identifizieren konnten.
Die Eröffnungsszene bildete den Rahmen für den gesamten Film. Es war eine Momentaufnahme, und ich wusste gar nichts davon. Wir waren um viertel vor fünf aufgestanden, um den Eröffnungssprung im ersten Licht zu filmen, und ich habe mich damals auf einen großen Sprung eingestellt. Ich war ganz auf das fokussiert, was ich zu tun hatte, und wartete auf das Go-Ahead vom Team. Dabei bemerkte ich nicht einmal, dass der Filmer Jonathan Schramm hinter mir war und filmte.“

 

Roam

„Vor dieser Reise bin ich international in Europa zum Biken unterwegs gewesen, was sich immer ziemlich leicht und unkompliziert angefühlt hat. Marokko war mein erstes echtes Abenteuer auf der anderen Seite der Erde. Wir sind alle krank geworden, wussten nicht, wo wir waren, und waren nicht sicher, was passieren würde, wenn die Dinge schief gingen – es war eine völlig andere Welt.
Die Auswirkungen dieser Reise auf mich sinken bis heute immer tiefer in mich ein. Hauptsächlich, weil ich nicht glauben kann, wie abgeschieden wir waren. Der Sprung über die Straße war so weit draußen am Ende der Welt! Das vergesse ich nie, weil wir den Spot fanden und ihn aufbauten, und ich dann vier Stunden damit zubrachte, oben am Anlauf auf Wind zu warten, was uns letzten Endes zur Verlängerung unserer Reise zwang. Wie bei meiner Geschichte von The Collective mussten wir am nächsten Morgen ganz früh aufstehen und zwei Stunden zurück zu der Stelle an der Straße fahren, um die Szene zu filmen, bevor der tägliche Wind wieder aufkam. Maximaler Stress.“

 

Seasons

„Bis heute war dies eines der intensivsten Projekte, an denen ich jemals gearbeitet habe. Ich arbeitete mit „Big Red“ Ted Tempany an der Gestaltung, und wir besuchten fünf oder sechs Ranches in BC, bevor wir einen Platz fanden, an dem wir so bauen konnten, wie wir wollten.
Vier separate Aufnahmen waren nötig, um das Segment abzuschließen, weil ich ein paar richtig große Stürze gebaut habe. Die Linie war Motorrad-inspiriert, was zu einigen der größten Sprünge führte, die ich bis dahin gemacht hatte. Ich wollte die Grenzen verschieben, wie hoch und weit ich es auf meinem Mountainbike wagen kann. Und ich erinnere mich, dass es eine riesige Erleichterung war, als ich die Reifen schließlich auf die Erde brachte. Nach dem ersten Tag mit Trainingsfahrten machte ich schließlich den großen Schritt nach oben. Ich hatte einen Computer an meinem Rad angebracht, um die Geschwindigkeit zu messen, und die höchste Zahl, die ich beim Dreh sah, war 85 km/h.“
 

Follow Me

„Ich bin im Norden von Vancouver aufgewachsen, und die Trails am Mount Seymour endeten direkt an meinem Haus. Das Thema von Follow Me waren Fahrerpaare, und es war ziemlich cool, Sam Hill meinen Hausberg zu zeigen. Sam war damals einer der weltweit schnellsten DH-Fahrer.
Ich hatte einige Zeit mit dem Bau von Strecken für den Dreh verbracht, und es war wirklich toll, Sam in unbekanntem Terrain und an einmaligen Stellen fahren zu sehen, während er dafür bekannt war, Rennstrecken runterzubrettern. Es war unglaublich, seine Kontrolle über das Rad auf rutschigen, technischen, gnadenlosen North Shore Trails zu beobachten. Viele Leute haben mit dem Shore Probleme, wenn sie das erste Mal dort fahren…Sam nicht.“

 

Strength in Numbers

„Aggy und ich sind einen Monat früher hingefahren, um das Segment in Utah abzustecken und dafür zu bauen. Im Wesentlichen führte dies dazu, dass wir beide mit Quads in der Wüste herumdüsten. Das Ziel des Drehs war, Big Mountain Linien zu fahren und dabei die Naturlandschaft des Green River in Großaufnahmen einzubauen.
Dieser Dreh fand im November statt und endete mit einem schlimmen Sturz von mir, bei dem ich mir die Schulter ziemlich übel brach. So waren wir gezwungen, den restlichen Dreh bis Februar zu verschieben, was nur zwei Monate vor der Weltpremiere war. Als Aggy und ich wieder hinfuhren um die restlichen Aufnahmen zu machen, bediente ich eine Kamera für einen Shot, der im Film verwendet wurde. Ich bin ziemlich begeistert, dass ich im Abspann unter „zusätzliche Aufnahmen durch“ gewürdigt werde!“

 

unReal

„Konzeptaufnahmen sind hart, und diese war besonders schwierig. Die Idee, dass Erde vom Himmel fällt, wurde von Adam Billinghurst inspiriert, einem Trailbauer und langjährigen Fahrer des Whistler Bike Park. Die Anthill Crew musste den Frame nach jeder Fahrt wieder herrichten, was dazu führte, dass wir sehr viel Zeit damit verbrachten, frische Erde zu verteilen, unsere Spuren zu beseitigen, die Bäume wieder zu bedecken etc. Für uns als Fahrer bedeutete dies sehr viel Wartezeit und dann wieder von null auf hundert zu gehen, um den Film möglichst unterhaltsam zu machen.
Der Whistler Bike Park war für mich ein ganz toller Ort ganz in der Nähe. Über die Jahre habe ich zahlreiche Runden gedreht, was mir definitiv dabei half, mich fahrerisch dahin zu bringen, wo ich heute stehe. Ich habe viele Videos im Park gemacht, aber dieses war besonders cool, weil es den Park in anderer Form vorstellte.“

 

Return to Earth

„Ähnlich wie unReal war dies eine weitere Konzeptaufnahme, die schwierig umzusetzen war. Wir haben die Herbstfarben in Quebec gedreht und mussten jede Szene anpassen. Der größte Unterschied zwischen diesem Segment und unReal war, dass wir gegen die Uhr der Natur kämpften. Jeden Tag wachten wir mit mehr Blättern auf, die von den Ästen gefallen waren, und über den ganzen Tag wurden mehr Äste von Windböen kahlgeweht. Der ganze Dreh war eine verrückte Balance zwischen lange genug warten, bis die Farben perfekt waren, aber nicht zu lange, bis keine Blätter mehr an den Ästen waren.
Ich denke, das Konzept des Films kam in diesem Segment wirklich gut rüber. Bei Return to Earth geht es darum, sich der verbleibenden Zeit bewusst zu sein, und das Beste daraus zu machen. Das Leben in Momenten, die für Dich am wichtigsten sind.“

 

Für Thomas und Sterling war die Produktion dieser Filme ein fantastisches Erlebnis. Mit Return to Earth vermischten sich die Fahrten von Thomas mit einem spezifischen Konzept, das zu beitrug, die heutigen Bilder auf ein ganz neues Niveau zu heben.

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