Quinn Moberg

Highlights

Süße Flucht

May 17, 2019

Wie ein unerbittliches Metronom und eine endlose To-do-Liste: mit meiner Arbeit, meinem Studium und all den anderen Aufgaben, die immer anstehen, fühle ich mich oft wie auf dem Hamsterrad. Natürlich müssen diese Sachen alle erledigt werden, aber je geschäftiger mein Leben wird, desto mehr wird mir klar, dass ich mir für die Dinge Zeit nehmen muss, die ich liebe und die das Kind in mir begeistern. Und es überrascht wohl niemanden, wenn ich sage: mich begeistert das Radfahren. Wenn ich schnell fahre, neue Orte sehe und ganz spontan auf ein Abenteuer gehe, kann ich auf meinem Bike dem Alltag direkt von der Haustür aus entfliehen und mich im Nirgendwo verlieren.

Jedes gute Abenteuer fängt mit Pizza und Landkarten an.

Quinn und ich studieren beide an der University of Victoria und sind Vollzeit-Radrennfahrer. Wir leben so gut es geht immer der Nase nach und kämpfen gegen die üblichen Terminpläne und Normalitäten. Doch so sehr wir uns auch bemühen, wir müssen trotzdem unsere Arbeiten einreichen und den Regeln folgen. Als Scott diese grandiose Fahrt vorschlug, musste er uns nicht lange überreden – insbesondere da er viel Erfahrung damit hat, ein volles Berufsleben und fantastische Abenteuererlebnisse unter einen Hut zu bringen.

Kettenöl und Reifendruck – typische Vorbereitungen in letzter Minute.

Nördlich der Stadt erstrecken sich hunderte Kilometer von Trails, und die Strecke, die Scott vorschlug, versprach eine Fülle an Irrwegen, epischen Hungerästen und (hoffentlich) immer wieder eine „zweite Luft“. Für diese Sachen leben wir! Und so beluden wir trotz der fetten, grauen Wolken, die einen düsteren Schatten über Victoria warfen, unsere Bikes, packten ein paar Snacks und machten uns auf den Weg in die Berge.

Scott: „Diese Tour hatte wirklich Potenzial. Die Vorstellung, die Stadt hinter mir zu lassen und einen Punkt auf der Landkarte anzusteuern, den ich bislang nur mit dem Auto erreicht hatte, war spannend, aber ich hatte keine Ahnung, wie die Strecke dorthin aussah.“

Wenn du dich schon irgendwo verabredest, dann wenigstens an einem Ort mit fantastischem Kaffee.

Wir hatten vor, dem komplexen Netz aus Radwegen bis zum Stadtrand von Victoria zu folgen und von dort aus auf dem Sooke Wilderness Trail nach Norden zu fahren. Der Cowichan Valley Trail sollte uns dann weiter nach Norden an das Ufer des Shawnigan Lake führen. Nachdem wir unseren Wendepunkt, die Kinsol Trestle, erreicht hatten, sollte es Richtung Küste und von dort mit einer kleinen Fähre über das Saanich Inlet nach Brentwood Bay weitergehen. Den Rest der Strecke zurück in die Stadt wollten wir über Landstraßen zurücklegen, bevor wir dann, nach 140 km auf den tollsten Mountainbike-Strecken im Süden von Vancouver Island, voller aufregender Erlebnisse wieder ins Alltagsleben eintauchten.

...doch wir alle wissen, wohin Koffeinkonsum führt.

Das kalte, windige und regnerische Wetter war nicht sonderlich motivierend. Doch obwohl der Großteil der Stadt diesen Tag wahrscheinlich unter einer warmen Decke verbrachte, folgten wir Victorias Radwegelabyrinth aus unserer Nachbarschaft heraus, an Industriegebieten vorbei, bis wir den Stadtrand erreichten.

Quinn: „Es regnete so stark, dass wir wohl alle Zweifel an unserem Vorhaben hatten, aber niemand wollte es zugeben. Wir fuhren durch die Innenstadt und auf den ‚E&N Rail Trail‘, wo fantastische Graffiti zu sehen sind.“

Eine kleine Regenpause auf unserem Weg aus der Stadt heraus.

Als wir die Stadt verließen, wurde die Welt grüner und wir fühlten uns etwas kleiner. Die Straßen wurden enger, es gab immer weniger Häuser und schneller als erwartet gab es nur noch uns, den Trail und den sintflutartigen Regen.

Auf in die Berge

Der erste Abschnitt des Sooke Wilderness Trails weckte unsere Abenteuerlust. Dieses Band aus feinem Schotter führte uns durch ein grünes Meer aus hohen Bäumen, bis es plötzlich steil nach oben ging und der Trail im Nebel weit über uns verschwand.

Folge dem Trail bis tief in eine Welt der Riesen

Der Anstieg zum Malahat Summit war steil und unerbittlich. An einigen Stellen mussten wir so hart um jeden Meter kämpfen, dass die Kette über die Kettenblätter knirschte, während wir hart in die Pedale traten. Unsere Gedanken wurden leer und wir konzentrierten uns nur noch auf unser schweres Atmen und die immense Erschöpfung. Herrliche Freiheit!

Der Gipfel war eine Erleichterung. Jetzt, da der Aufstieg hinter uns lag und wir uns auf die Abfahrt freuen konnten, amüsierten wir drei uns über die Lächerlichkeit unserer Lage und zogen weiter. Vielleicht lag es daran, dass wir als drei Mountainbiker auf Gravelbikes unterwegs waren und sich das etwas albern anfühlte, doch ich denke, der Hauptgrund war, dass wir zu müde waren, um klar denken zu können. Wir dachten nur noch ans Bergab-Shredden und wollten die Strapazen des Anstiegs schnell vergessen.

Man kommt nur auf eine Art durch die Berge - mit großer Anstrengung.

Scott: „Ich war überrascht, wie vielfältig der Sooke Wilderness Trail und der Cowichan Valley Trail waren. Jeder Abschnitt war ein bisschen anders, und das hat viel Abwechslung – und Spaß – ins Spiel gebracht. Die Abfahrt hat erstaunlich viel Spaß gemacht; ein bisschen à la 1980er Mountainbiking – haha!“

Quinn: „Die Abfahrt nach Shawnigan war echt irre. Wir haben alle versucht, uns auf den Schotterserpentinen so quer wie möglich zu stellen!“
Gravelbike-Shredden. Das gibt's wirklich und es ist krass!

Was ist die optimale Granulatgröße für Schotter? Die Antwort ist: genau die, auf der wir hier gefahren sind.

Die Abfahrt vom Malahat brachte uns ins Cowichan Valley, wo wir uns glücklicherweise auf flacherem Terrain wiederfanden und schnell vorankamen. Wir fuhren durch einen Tunnel aus Bäumen und an den Ufern des Shawnigan Lake entlang, bis wir die Kinsol Trestle erreichten, der fernste Punkt auf unserer Strecke. Mit einer Höhe von 44 m ist die 1944 errichtete Kinsol Trestle eine der höchsten Trestle-Eisenbahnbrücken der Welt. Ein würdiges Tagesziel.

Die Kinsol Trestle war der nördlichste Punkt unserer Strecke.

Von dort bogen wir auf einen Forstweg ab, der „Koksilah Road“ hieß – ein Name, über den wir drei in unserem hungerastigen Zustand leise lachen mussten. Im Drumroaster Café in Cobble Hill wollten wir mit frisch geröstetem Kaffee und Gebäck wieder auftanken, denn wir waren bis auf die Knochen nass und unsere Stimmung war getrübt.

Quinn: „In der letzten halben Stunde, bevor wir am Drumroaster Café ankamen, habe ich mir echt nur gewünscht, wir wären schon dort. Ich habe wirklich ein Sandwich und einen Kaffee gebraucht – und ehrlich gesagt auch eine Pause!“

Durch einen Tunnel aus Bäumen auf dem Cowichan Valley Trail

Der Regen hatte uns von Anfang an zugesetzt, und nun drang die Feuchtigkeit langsam in mein Kameraobjektiv ein. Als wir das Café in Cobble Hill verließen, hatte ich Sorge, dass das Objektiv permanent beschädigt war, doch mir war klar, dass ich nichts dagegen tun konnte, bis wir wieder zu Hause waren. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir nicht einmal mehr sicher, dass wir es heil wieder zurückschaffen würden.

Die warmen Getränke und das Essen im Drumroaster Café hatten wir uns verdient, und sie brachten uns (ein Stück weit) wieder auf die Beine. Wir saßen im Café und schauten nach draußen in den Regen, aber schließlich mussten wir wieder los und es gab nur eines: in den strömenden Regen hineinradeln.

Quinn: „Wir brachen in heftigem Regen wieder auf. Das war nicht die moralische Unterstützung, auf die ich gehofft hatte.“

Scott: „Aus dem Café in den strömenden Regen zu laufen war nicht meine Vorstellung davon, wie ich den Rest des Tages angehen wollte. Doch wir akzeptierten die Nässe, und ich nahm all die Dinge wahr, die diese Gegend so besonders machen. Die Farben, die einzigartigen Bauernhöfe mit ihren Tieren ... sie schienen allesamt unbeeindruckt von diesem Wetter.“

„Es war ziemlich cool, dass sich die Pferde streicheln ließen, und dann begann eines davon, meinen Bart anzuknabbern. Seltsam war das schon, aber warum nicht!“ - Selbsternannter Pferdeflüsterer Scott Pilecki.

Wir hatten vor, vom Café in Cobble Hill nach Mill Bay zu fahren und von dort mit der Fähre die Bucht zu überqueren, anstatt wieder über den Malahat-Pass zurück zu radeln. Aber nach einem langen Tag in schlechtem Wetter waren wir so erschöpft, dass wir eine wichtige Abbiegung verpassten und uns verfuhren.

Scott: „Wir schauten noch einmal auf die Karte und realisierten, in welchem Schlamassel wir uns befanden. Mist! Es war ungefähr 17:30 Uhr, es regnete, und wenn wir unsere Strecke über Mill Bay beenden wollten, konnte es sein, dass wir das letzte Boot verpassen. Das Risiko war einfach zu groß, und im schwindenden Tageslicht entschlossen wir uns, die Zähne zusammenzubeißen und wieder den Malahat hochzuklettern.“

Das Cowichan Valley ist voller kurvenreicher Straßen inmitten einer einzigartigen Landschaft.

Die Abfahrt vom Malahat herunter ist eine notorisch gefährliche Strecke des Trans-Canada Highway auf Vancouver Island, und der Regen und das Dämmerlicht machten die Abfahrt besonders problematisch. Mit konzentriertem Blick und zusammengepressten Lippen richteten wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf Schutt am Straßenrand und die unberechenbare Fahrweise der Autos zu unserer Linken. Es war heftig, und als wir unten ankamen, waren wir uns alle einig, dass es definitiv Zeit für einen Drink war. Zum Glück hatte Quinn vier Hey Y‘alls (ein alkoholisches Eisteegetränk aus BC) dabei, die er schon die ganze Fahrt lang mitgeschleppt hatte. Er hatte nur auf den richtigen Moment gewartet, um sie mit uns zu teilen, und dieser war nun gekommen.

Quinn: „Vor der Fahrt dachte ich mir, es würde Spaß machen, im richtigen Moment ein Dosenstechen mit ein paar Hey Y‘alls zu machen. Ich hab‘ welche eingesteckt, bevor wir losgefahren sind, und als wir den Malahat überstanden hatten, wusste ich, dass der Moment gekommen war. Ein schnelles Dosenstechen – dank dem OneUp EDC-Tool – und es war an der Zeit, die letzten 15 km nach Hause anzugehen.“

Fast zu Hause!

Mit dem bisschen Mut, den wir uns angetrunken hatten, fuhren wir gemeinsam die letzten 15 km, erzählten uns Stories und lachten über das, was heute passiert war. Wir haben über Sachen gelacht, bei denen wir nicht einmal wussten, ob sie lustig waren, aber wir waren so müde, dass außer Lachen nichts mehr ging. Außerdem war es ein gutes Mittel gegen die Erschöpfung in unseren schweren Beinen. Als wir wieder an bekannten Orten vorbei und durch unsere gewohnte Landschaft fuhren, war klar, dass sich hier nichts wirklich verändert hatte, doch für uns war alles anders. In gerade einmal zwölf Stunden hatten wir mehr erlebt als in einer ganzen Woche auf dem Hamsterrad. Wir haben Gipfel erklommen, dem Wetter die Stirn geboten und stressige Situationen gemeistert. Scotts Bart wurde sogar von einem Pferd angeknabbert!

Für uns war die Fahrt durch bekannte Viertel eine willkommene Rückkehr zum Alltag. Die zurückgelegte Tour hat ihre Spuren hinterlassen und war genau das, was wir alle brauchten. Dieser Tag ist das perfekte Beispiel dafür, weshalb Bikes das ultimative Tool für ein modernes Abenteuer sind.

UNSERE PERSONEN

Scott

Scott hütet die Rocky Mountain-Athleten. Er ist ein Kenner der Feinheiten des Lebens und ein schwarzes Loch der Konversation.

Scott war auf einem großen Rocky Mountain Solo unterwegs und stellte seine Topo Design Lenkertasche zur Schau, in der er ganz bequem sein OneUp Components 100cc Pump and Tool-System verstaut hatte. Weder Regen noch Kälte konnten Scott in seiner Revelation-Jacke und dem Desperado Henley-Trikot aus Merinowolle etwas anhaben.

Quinn

Quinn ist ein harter Kerl im Bike-Racing und ein Whole-Foods- und Tequila-Fanatiker. Außerdem ist er stolz darauf, auch „der Hundeflüsterer“ genannt zu werden.

Sein Solo war mit dem OneUp Components EDC Tool and Pump-System ausgestattet, und anstelle der Standard-700c-Reifen entschied sich Quinn für Maxxis Ravagers 650b. Neben seinem dicken Fell hielt ihn ein 7mesh Oro Mission Jersey auf der gesamten Fahrt warm.

Félix

Als Sushi-holiker mit Wurzeln in BC und Quebec ist Félix ein seltsames Geschöpf, das sowohl XC-Fitness als auch DH-Kompetenz verkörpert.

Félix hat sein Solo mit Vario-Sattelstütze in den Schotterkurven so richtig quer gestellt und konnte mithilfe seiner 7mesh MK3 Bib und Farside Shorts seinen Hintern schotterfrei halten. Seine Corsa-Jacke und Cypress-Weste hielten ihn warm.

Zurück Highlights The Jank Files - Episode 2 Von gnadenlosen Race-Tracks und Gesprächen mit Papageien über frisch geschnittene Haare bis hin zu einer komischen Mütze für Jesse – hier ist Episode 2 von The Jank Files.
Vor Highlights Rückkehr nach Riva Seit 1994 gilt das Bike Festival in Riva del Garda als inoffizieller Start der Bike-Saison in Europa, und wir sind schon von Anfang an dabei.
Highlights

Elemente des Erfolgs

November 27, 2016

Von allen Events, auf denen wir Jahr für Jahr vertreten sind, macht uns keines stolzer als das BC Bike Race. Bei diesem sieben Tage dauernden Etappenrennen erleben Fahrer aus der ganzen Welt eine Kostprobe unserer besten Trails. Auf dieser Tour entlang der zerklüfteten Küste von British Columbia kommen die Teilnehmer in den Genuss einiger der weltweit anspruchsvollsten XC-Singletrails, während sie zwischen Pazifik und den Coastal Mountains zelten.

Das 10-jährige Jubiläum des BC Bike Race in diesem Jahr war der perfekte Anlass, die XC-Marathon Eigenschaften unseres neu überarbeiteten Elements unter Realbedingungen zu testen. Mensch und Maschine werden während des siebentägigen Rennens bis zum absoluten Limit beansprucht. Das Wetter war durchwachsen, die Trails aggressiv; perfekte Bedingungen also, um unser Element auf den Prüfstand zu schicken.

Unser Fahrer: Quinn Moberg, 22 Jahre jung aus Squamish, BC. Er ist schon seit einiger Zeit Teil unseres Teams und es ist erstaunlich, mit zu verfolgen, wie er sich binnen weniger Jahre zu einer festen Größe in der XC-Welt entwickelt hat. Nicht verwunderlich also, dass er sich hohe Ziele für das diesjährige BC Bike Race gesteckt hat.

Bike Check — Quinn Moberg

“BCBR ist eines der härtesten XC-Rennen überhaupt. Dieses Jahr war es während der gesamten Zeit außerdem ungewöhnlich nass und kalt. Trotz alledem bin ich ohne technische Defekte durch das Rennen gekommen. Ich glaube, das sagt einiges über die Qualität des Bikes aus.“

“Der neue Rahmen macht einen großen Unterschied. Es vermittelt Selbstvertrauen pur in technischen Passagen und besitzt gleichzeitig effizientere Klettereigenschaften. Bei diesem Rahmen habe ich deshalb bewusst auf einen Lockout-Remote-Hebel verzichtet, da es einfach keinen großen Unterschied mehr macht, den Dämpfer zu blockieren. Neben dem neuen Rahmen war ich außerdem zum ersten Mal mit der neuen Shimano Di2 Schaltung unterwegs. Die elektronische Schaltung arbeitet intuitiv und ultra-schnell, was besonders auf unbekannten Trails von Vorteil ist.“ Quinn Moberg

  • Rahmen: Element 999 RSL T.O. (Large, Quinn ist 5’11” bzw. 1,80m)
  • Setup: Neutrale RIDE-9™ Position
  • Dämpfer: Fox Float DPS Factory (100mm, ohne Remote-Hebel)
  • Federgabel: Fox 34 Factory (120mm)
  • Schaltwerk: Shimano XT Di2
  • Kurbel: Shimano XTR
  • Bremsen: Shimano XTR Race
  • Felgen: Stan’s NoTubes Valor
  • Reifen: Maxxis Ikon 2.2 EXO TR 3C (23 psi bzw. 1,6 bar vorne, 24 psi bzw. 1,7 bar hinten)
  • Lenker: Race Face Next 35mm (10mm rise, auf 740mm gekürzt)
  • Vorbau: Race Face Turbine 35mm (80mm)
  • Griffe: Race Face Half Nelson
  • Sattel: WTB Silverado Carbon
  • Sattelstütze: Race Face Turbine dropper post (100mm)
  • Pedale: Shimano XTR Race
  • Gewicht: 23lb bzw. 10,4 kg

Etappe 6: Squamish, präsentiert von Shimano

Die Squamish-Etappe ist ein echter Favorit unter den Teilnehmern. Von unberührten, steilen und technisch anspruchsvollen Singletrails bis hin zu flowigen Jumplines - es gibt zahllose Gründe dafür, dass diese Strecke bei vielen ganz oben auf der To-Do Liste steht. Doch mit fünf vorhergegangenen Etappen in den Beinen kann diese Strecke auch erfahrene Rider in die Schranken weisen.

  • Distanz: 53 km / 33 miles
  • Höhenmeter: 1,944 m / 6378 ft
  • Durchschnittliche Zeit: 4 hours 57 minutes
  • Schnellste Zeit: 2 hours 43 minutes

Bereits einen Etappensieg in der Tasche, rückte für Quinn ein Platz auf dem Siegertreppchen auf seiner Hausstrecke in greifbare Nähe. Doch die harte Konkurrenz, die sich teilweise zusammengeschlossen hatte, um dem jungen Lokalmatador die Chancen auf den Gesamtsieg zu mindern, sollte dieses Ziel zu einer echten Herausforderung machen.

“Ich bin mit einer Zwei-Schritte-vor-einen-Schritt-zurück Taktik in Squamish angetreten. Ich wusste, dass mir die Konkurrenz auf den Downhill Passagen dank des neuen Bikes und meines Heimvorteils nicht hinterherkommen würde. Um meinen Kontrahenten nicht die Ideallinie zu verraten, habe ich kurz vor der ersten Abfahrt alles gegeben und einen kleinen Vorsprung herausgefahren. Mit dieser Taktik konnte ich meinen Vorsprung auf den Abfahrten wie geplant weiter ausbauen und so meine Kräfte für die Anstiege besser einteilen, während die Anderen alles geben mussten, um mich einzuholen.“ Quinn Moberg
 

Quinn’s derart konsequente Umsetzung seiner Taktik ist eher untypisch für Athleten seines Jahrgangs, doch mit seiner Strategie auf den Abfahrten, die er wie kein Zweiter kennt, konnte er einen Vorsprung herausfahren. Und tatsächlich gelang es ihm noch vor Beginn der ersten Abfahrt, seine Konkurrenten abzuschütteln und so aufgrund kleiner Fahrfehler der anderen Fahrer seinen Vorsprung weiter auszubauen.

Moberg übernahm damit früh die Führung, die er im weiteren Verlauf des Rennens sogar auf einige Minuten ausbauen konnte. Mit hochgerissen Armen überquerte er dann jubelnd als Erster die Ziellinie. Die 55 km Etappe ist der Favorit aller Teilnehmer und hier zu gewinnen wie ein Ritterschlag.

10 Jahre

Dass BCBR bereits sein 10. Jubiläum feiert, hat uns auch dazu bewegt, über unsere Herkunft nachzudenken. Das Event, die Trails und unsere Bikes haben sich alle parallel entwickelt. Die Bikes, die wir heute fahren, ausgestattet mit fortschrittlichen Federungen, Vario-Stützen und einer aggressiven Trail Geometrie, haben nichts mehr mit den ursprünglichen Bikes zu tun. Gleichzeitig haben sich die Trails verändert, gebaut von engagierten Vereinen und rastlosen Trailbauern. Auch BCBR hat sich zu einem Event entwickelt, das, ursprünglich hauptsächlich auf Schotterstraßen ausgetragen, nun zu einem Großteil auf erlesenen Singletrails stattfindet, die als Meisterwerke ihrer Art gelten.

“Das BC Bike Race ist ein hartes, anspruchsvolles, siebentägiges Singletrail-Abenteuer. Während dieser Woche werden die Fahrer und ihre Bikes bis ans Limit gefordert. Die Besten Bikes für diese Herausforderung sind weder ultraleichte XC-Peitschen, noch hardcore Enduro-Hobel. Ich bin in diesem Jahr mit dem neuen Element angetreten. Es sticht gerade auf den technischen Singletrails heraus und bot trotz mehrerer Tage in anspruchsvollem Gelände eine Wahnsinns Performance. Ich bin in meiner Karriere schon auf vielen Bikes unterwegs gewesen, und dieses Bike ist ohne Zweifel ist das Beste, dass ich je gefahren bin.“Andreas Hestler, BC Bike Race

“Für mich ist es immer etwas Besonderes, Rennen auf meinen Heimstrecken zu absolvieren. Das Gemeinschaftsgefühl all der Menschen, die mich kennen und unterstützen, ist hier am stärksten. Ich gebe alles, um hier zu gewinnen, das ist sozusagen mein Teil des Deals. Die Leute hier jubeln für mich, helfen mir, leiten und motivieren mich. Zu gewinnen ist mein Beitrag, dieser Gemeinschaft etwas zurückzugeben.“ Quinn Moberg

Ein großes Dankeschön an die BCBR Crew, all die Trailbauer und die vielen Freiwilligen, die dieses Event überhaupt ermöglichen. Ein besonderes Dankeschön auch an Tristan Uhls grandiosen Schnurrbart, und Danke Andreas Hestler, unser internationales Sprachrohr. Danke an Manuel Weissenbacher, Andreas Hartmann, Greg Day, Sammi Runnels, Udo Bolts, Carsten Bresser, und all die anderen Athleten, die mit uns gefahren sind. Und natürlich Gratulation an Quinn Moberg, der zwei Etappen gewann und in der Gesamtwertung Platz 4 belegt.

Bis zum nächsten Jahr!

#lovetheride #elementsofvictory

Video: Mindspark Cinema

Fotografie: Margus Riga & Norma Ibarra

2017 Rocky Mountain Element

Zurück News Rad Santa bringt Weihnachtsrabatte Ab sofort bis zu den Feiertagen mindestens 30% Rabatt auf unsere gesamte, im Shop erhältliche, Rocky Mountain Bekleidung mit dem Coupon Code: RADSANTA.
Vor News Get Kitted, So Kitted With the holidays coming and plenty of riding still left in 2016, it's the perfect time to offer up some huge discounts on apparel. At least 30% off all the kit you need!
Highlights

2015 BC Bike Race

July 10, 2015

Words by Scott Pilecki.
Photos by Margus Riga.

BC Bike Race is an undertaking that has to be experienced to be understood. It's more than just riding the trails or entering a race—it’s a life-changing event, and you need every participant to make it that.

Rocky Mountain athlete and BCBR head honcho Andreas Hestler shakes off the nerves for day one in Cumberland.

Geoff Gulevich brought his freeride game, tires, and handlebar-moustache to BCBR.

This year we brought a full roster of XC racers, ambassadors, freeriders, distrubutors, dealers, and friends. Geoff Gulevich left his full-face behind and slathered on the chamois butter. Adventure-loving Tito Tomasi was hemmed in by pink race tape and spandex but swore he would take adventurous lines every day.

Andreane Lanthier Nadeau came off a surprise Hood River Enduro win to show the Solo Women’s category how to descend on an XC bike. Local boy Quinn Moberg had something to prove as one of the youngest racers in this year’s Men’s Solo category. And Kevin Calhoun and Greg Day, who compete against each other in the local race scene, teamed up to take on the Men’s Team category.

This year’s BCBR was one of the toughest in the race’s 9 year history. Technical trail and ribbons of singletrack combined with temperatures in the 30’s challenged racers on all fronts. Each stage showed the character of the town, and how diverse the trails can be across BC's landscape.

Dave Vunic keeps the streets safe as an RCMP officer by day, and ripped it up to 13th place in Men’s Solo.

Christoph Listmann puts the hammer down on the flats.

Powell River was a highlight for us this year. The spectacular campground was on Willington beach for two nights next to the ocean. The trails there exemplified true singletrack racing, snaking brown pow through the sea of green moss. Each stop left its mark on the racers, whether literally or figuratively—there were lots of IV's being hooked up and bandages wrapped.

Kristen Gross showing BC that the California girl can rally the rocks in Squamish.

Quinn Moberg leading out from Sechelt to Langdale.

Michael Anthes in his element.

Our athletes both local and far-reaching couldn’t have made us more proud. After seven days of racing, the team of Greg Day and Kevin Calhoun took the overall win in the Elite Team category. Young gun Quinn Moberg worked hard all week, taking the stage win in his home town of Squamish and finishing the race 4th overall in Solo Men. Andreane Lanthier Nadeau took 4th in the women’s Solo, with Kris Gross hot on her heels in 5th.

How's your game face? Kevin Calhoun putting on a game face clinic from the start line.

Mr. Tito Tomasi. A wildman that is not afraid of grizzly bears or pushing his Thunderbolt BC Edition hard.

The German Bike Mag - Rocky Mountain team of Christoph Listmann and Michael Anthes took 2nd Place in the Veteran Team category. Udo and his brother Harty Bolts finished 2nd in their Team category. Udo raced in the Tour de France, in case the name sounds familiar. And in the Masters Solo Men's Thorsten Keller took the second step.

Race organizer and Rocky Mountain veteran Andreas Hestler rode to an impressive 9th place. Mike Sarnecki took 12th, Dave Vunic 13th, Tito Tomasi in 17th, and Geoff Gulevich 64th—not bad for a guy who normally does backflips not swtichbacks.

Greg Hayes, a veteran of the North Shore, showing he's not yet in the Veteran's category.

Hilscher Manfred wears a dusty grin after another day on course.

Our race mechanics were sweating in the heat to make sure that racers' bikes were in top form each day.

Every photo of ALN sees her smiling. After all it was her birthday on July 3rd, and 2nd place in Whistler on Day 7 served as a nice present.

Our thanks go out to BC Bike Race for having us on as a sponsor of such a great week of riding and impressions. We couldn’t have done it without the help of Fox Racing Shox, Shimano, Stan’s notubes, Smith Optics, Maxxis, WTB, FSA, Honey Stinger, Kicking Horse Coffee, Race Face, FTI Consulting, and IGUS. The event itself could not be done without the long list of volunteers and organizers, thank you for all your help and patience along the way. Especially with our beer garden and kids pool…

Zurück Highlights An Idiot's Guide to Bikepacking on Snow Skyler Des Roches continues to push the boundarys of where tires make tracks when he and Knut Kitching take a couple of Blizzards into the glaciers and snowy mountain passes of the South Chilcotins in the early Summer, by night.
Vor Highlights The Black Canyon Trail Wade Simmons, Andreas Hestler, Geoff Gulevich, Alex Cogger, and Brian Vernor head down to Arizona's Black Canyon Trail for some overland bikepacking in the desert.