Adventure

Highlights

Süße Flucht

May 17, 2019

Wie ein unerbittliches Metronom und eine endlose To-do-Liste: mit meiner Arbeit, meinem Studium und all den anderen Aufgaben, die immer anstehen, fühle ich mich oft wie auf dem Hamsterrad. Natürlich müssen diese Sachen alle erledigt werden, aber je geschäftiger mein Leben wird, desto mehr wird mir klar, dass ich mir für die Dinge Zeit nehmen muss, die ich liebe und die das Kind in mir begeistern. Und es überrascht wohl niemanden, wenn ich sage: mich begeistert das Radfahren. Wenn ich schnell fahre, neue Orte sehe und ganz spontan auf ein Abenteuer gehe, kann ich auf meinem Bike dem Alltag direkt von der Haustür aus entfliehen und mich im Nirgendwo verlieren.

Jedes gute Abenteuer fängt mit Pizza und Landkarten an.

Quinn und ich studieren beide an der University of Victoria und sind Vollzeit-Radrennfahrer. Wir leben so gut es geht immer der Nase nach und kämpfen gegen die üblichen Terminpläne und Normalitäten. Doch so sehr wir uns auch bemühen, wir müssen trotzdem unsere Arbeiten einreichen und den Regeln folgen. Als Scott diese grandiose Fahrt vorschlug, musste er uns nicht lange überreden – insbesondere da er viel Erfahrung damit hat, ein volles Berufsleben und fantastische Abenteuererlebnisse unter einen Hut zu bringen.

Kettenöl und Reifendruck – typische Vorbereitungen in letzter Minute.

Nördlich der Stadt erstrecken sich hunderte Kilometer von Trails, und die Strecke, die Scott vorschlug, versprach eine Fülle an Irrwegen, epischen Hungerästen und (hoffentlich) immer wieder eine „zweite Luft“. Für diese Sachen leben wir! Und so beluden wir trotz der fetten, grauen Wolken, die einen düsteren Schatten über Victoria warfen, unsere Bikes, packten ein paar Snacks und machten uns auf den Weg in die Berge.

Scott: „Diese Tour hatte wirklich Potenzial. Die Vorstellung, die Stadt hinter mir zu lassen und einen Punkt auf der Landkarte anzusteuern, den ich bislang nur mit dem Auto erreicht hatte, war spannend, aber ich hatte keine Ahnung, wie die Strecke dorthin aussah.“

Wenn du dich schon irgendwo verabredest, dann wenigstens an einem Ort mit fantastischem Kaffee.

Wir hatten vor, dem komplexen Netz aus Radwegen bis zum Stadtrand von Victoria zu folgen und von dort aus auf dem Sooke Wilderness Trail nach Norden zu fahren. Der Cowichan Valley Trail sollte uns dann weiter nach Norden an das Ufer des Shawnigan Lake führen. Nachdem wir unseren Wendepunkt, die Kinsol Trestle, erreicht hatten, sollte es Richtung Küste und von dort mit einer kleinen Fähre über das Saanich Inlet nach Brentwood Bay weitergehen. Den Rest der Strecke zurück in die Stadt wollten wir über Landstraßen zurücklegen, bevor wir dann, nach 140 km auf den tollsten Mountainbike-Strecken im Süden von Vancouver Island, voller aufregender Erlebnisse wieder ins Alltagsleben eintauchten.

...doch wir alle wissen, wohin Koffeinkonsum führt.

Das kalte, windige und regnerische Wetter war nicht sonderlich motivierend. Doch obwohl der Großteil der Stadt diesen Tag wahrscheinlich unter einer warmen Decke verbrachte, folgten wir Victorias Radwegelabyrinth aus unserer Nachbarschaft heraus, an Industriegebieten vorbei, bis wir den Stadtrand erreichten.

Quinn: „Es regnete so stark, dass wir wohl alle Zweifel an unserem Vorhaben hatten, aber niemand wollte es zugeben. Wir fuhren durch die Innenstadt und auf den ‚E&N Rail Trail‘, wo fantastische Graffiti zu sehen sind.“

Eine kleine Regenpause auf unserem Weg aus der Stadt heraus.

Als wir die Stadt verließen, wurde die Welt grüner und wir fühlten uns etwas kleiner. Die Straßen wurden enger, es gab immer weniger Häuser und schneller als erwartet gab es nur noch uns, den Trail und den sintflutartigen Regen.

Auf in die Berge

Der erste Abschnitt des Sooke Wilderness Trails weckte unsere Abenteuerlust. Dieses Band aus feinem Schotter führte uns durch ein grünes Meer aus hohen Bäumen, bis es plötzlich steil nach oben ging und der Trail im Nebel weit über uns verschwand.

Folge dem Trail bis tief in eine Welt der Riesen

Der Anstieg zum Malahat Summit war steil und unerbittlich. An einigen Stellen mussten wir so hart um jeden Meter kämpfen, dass die Kette über die Kettenblätter knirschte, während wir hart in die Pedale traten. Unsere Gedanken wurden leer und wir konzentrierten uns nur noch auf unser schweres Atmen und die immense Erschöpfung. Herrliche Freiheit!

Der Gipfel war eine Erleichterung. Jetzt, da der Aufstieg hinter uns lag und wir uns auf die Abfahrt freuen konnten, amüsierten wir drei uns über die Lächerlichkeit unserer Lage und zogen weiter. Vielleicht lag es daran, dass wir als drei Mountainbiker auf Gravelbikes unterwegs waren und sich das etwas albern anfühlte, doch ich denke, der Hauptgrund war, dass wir zu müde waren, um klar denken zu können. Wir dachten nur noch ans Bergab-Shredden und wollten die Strapazen des Anstiegs schnell vergessen.

Man kommt nur auf eine Art durch die Berge - mit großer Anstrengung.

Scott: „Ich war überrascht, wie vielfältig der Sooke Wilderness Trail und der Cowichan Valley Trail waren. Jeder Abschnitt war ein bisschen anders, und das hat viel Abwechslung – und Spaß – ins Spiel gebracht. Die Abfahrt hat erstaunlich viel Spaß gemacht; ein bisschen à la 1980er Mountainbiking – haha!“

Quinn: „Die Abfahrt nach Shawnigan war echt irre. Wir haben alle versucht, uns auf den Schotterserpentinen so quer wie möglich zu stellen!“
Gravelbike-Shredden. Das gibt's wirklich und es ist krass!

Was ist die optimale Granulatgröße für Schotter? Die Antwort ist: genau die, auf der wir hier gefahren sind.

Die Abfahrt vom Malahat brachte uns ins Cowichan Valley, wo wir uns glücklicherweise auf flacherem Terrain wiederfanden und schnell vorankamen. Wir fuhren durch einen Tunnel aus Bäumen und an den Ufern des Shawnigan Lake entlang, bis wir die Kinsol Trestle erreichten, der fernste Punkt auf unserer Strecke. Mit einer Höhe von 44 m ist die 1944 errichtete Kinsol Trestle eine der höchsten Trestle-Eisenbahnbrücken der Welt. Ein würdiges Tagesziel.

Die Kinsol Trestle war der nördlichste Punkt unserer Strecke.

Von dort bogen wir auf einen Forstweg ab, der „Koksilah Road“ hieß – ein Name, über den wir drei in unserem hungerastigen Zustand leise lachen mussten. Im Drumroaster Café in Cobble Hill wollten wir mit frisch geröstetem Kaffee und Gebäck wieder auftanken, denn wir waren bis auf die Knochen nass und unsere Stimmung war getrübt.

Quinn: „In der letzten halben Stunde, bevor wir am Drumroaster Café ankamen, habe ich mir echt nur gewünscht, wir wären schon dort. Ich habe wirklich ein Sandwich und einen Kaffee gebraucht – und ehrlich gesagt auch eine Pause!“

Durch einen Tunnel aus Bäumen auf dem Cowichan Valley Trail

Der Regen hatte uns von Anfang an zugesetzt, und nun drang die Feuchtigkeit langsam in mein Kameraobjektiv ein. Als wir das Café in Cobble Hill verließen, hatte ich Sorge, dass das Objektiv permanent beschädigt war, doch mir war klar, dass ich nichts dagegen tun konnte, bis wir wieder zu Hause waren. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir nicht einmal mehr sicher, dass wir es heil wieder zurückschaffen würden.

Die warmen Getränke und das Essen im Drumroaster Café hatten wir uns verdient, und sie brachten uns (ein Stück weit) wieder auf die Beine. Wir saßen im Café und schauten nach draußen in den Regen, aber schließlich mussten wir wieder los und es gab nur eines: in den strömenden Regen hineinradeln.

Quinn: „Wir brachen in heftigem Regen wieder auf. Das war nicht die moralische Unterstützung, auf die ich gehofft hatte.“

Scott: „Aus dem Café in den strömenden Regen zu laufen war nicht meine Vorstellung davon, wie ich den Rest des Tages angehen wollte. Doch wir akzeptierten die Nässe, und ich nahm all die Dinge wahr, die diese Gegend so besonders machen. Die Farben, die einzigartigen Bauernhöfe mit ihren Tieren ... sie schienen allesamt unbeeindruckt von diesem Wetter.“

„Es war ziemlich cool, dass sich die Pferde streicheln ließen, und dann begann eines davon, meinen Bart anzuknabbern. Seltsam war das schon, aber warum nicht!“ - Selbsternannter Pferdeflüsterer Scott Pilecki.

Wir hatten vor, vom Café in Cobble Hill nach Mill Bay zu fahren und von dort mit der Fähre die Bucht zu überqueren, anstatt wieder über den Malahat-Pass zurück zu radeln. Aber nach einem langen Tag in schlechtem Wetter waren wir so erschöpft, dass wir eine wichtige Abbiegung verpassten und uns verfuhren.

Scott: „Wir schauten noch einmal auf die Karte und realisierten, in welchem Schlamassel wir uns befanden. Mist! Es war ungefähr 17:30 Uhr, es regnete, und wenn wir unsere Strecke über Mill Bay beenden wollten, konnte es sein, dass wir das letzte Boot verpassen. Das Risiko war einfach zu groß, und im schwindenden Tageslicht entschlossen wir uns, die Zähne zusammenzubeißen und wieder den Malahat hochzuklettern.“

Das Cowichan Valley ist voller kurvenreicher Straßen inmitten einer einzigartigen Landschaft.

Die Abfahrt vom Malahat herunter ist eine notorisch gefährliche Strecke des Trans-Canada Highway auf Vancouver Island, und der Regen und das Dämmerlicht machten die Abfahrt besonders problematisch. Mit konzentriertem Blick und zusammengepressten Lippen richteten wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf Schutt am Straßenrand und die unberechenbare Fahrweise der Autos zu unserer Linken. Es war heftig, und als wir unten ankamen, waren wir uns alle einig, dass es definitiv Zeit für einen Drink war. Zum Glück hatte Quinn vier Hey Y‘alls (ein alkoholisches Eisteegetränk aus BC) dabei, die er schon die ganze Fahrt lang mitgeschleppt hatte. Er hatte nur auf den richtigen Moment gewartet, um sie mit uns zu teilen, und dieser war nun gekommen.

Quinn: „Vor der Fahrt dachte ich mir, es würde Spaß machen, im richtigen Moment ein Dosenstechen mit ein paar Hey Y‘alls zu machen. Ich hab‘ welche eingesteckt, bevor wir losgefahren sind, und als wir den Malahat überstanden hatten, wusste ich, dass der Moment gekommen war. Ein schnelles Dosenstechen – dank dem OneUp EDC-Tool – und es war an der Zeit, die letzten 15 km nach Hause anzugehen.“

Fast zu Hause!

Mit dem bisschen Mut, den wir uns angetrunken hatten, fuhren wir gemeinsam die letzten 15 km, erzählten uns Stories und lachten über das, was heute passiert war. Wir haben über Sachen gelacht, bei denen wir nicht einmal wussten, ob sie lustig waren, aber wir waren so müde, dass außer Lachen nichts mehr ging. Außerdem war es ein gutes Mittel gegen die Erschöpfung in unseren schweren Beinen. Als wir wieder an bekannten Orten vorbei und durch unsere gewohnte Landschaft fuhren, war klar, dass sich hier nichts wirklich verändert hatte, doch für uns war alles anders. In gerade einmal zwölf Stunden hatten wir mehr erlebt als in einer ganzen Woche auf dem Hamsterrad. Wir haben Gipfel erklommen, dem Wetter die Stirn geboten und stressige Situationen gemeistert. Scotts Bart wurde sogar von einem Pferd angeknabbert!

Für uns war die Fahrt durch bekannte Viertel eine willkommene Rückkehr zum Alltag. Die zurückgelegte Tour hat ihre Spuren hinterlassen und war genau das, was wir alle brauchten. Dieser Tag ist das perfekte Beispiel dafür, weshalb Bikes das ultimative Tool für ein modernes Abenteuer sind.

UNSERE PERSONEN

Scott

Scott hütet die Rocky Mountain-Athleten. Er ist ein Kenner der Feinheiten des Lebens und ein schwarzes Loch der Konversation.

Scott war auf einem großen Rocky Mountain Solo unterwegs und stellte seine Topo Design Lenkertasche zur Schau, in der er ganz bequem sein OneUp Components 100cc Pump and Tool-System verstaut hatte. Weder Regen noch Kälte konnten Scott in seiner Revelation-Jacke und dem Desperado Henley-Trikot aus Merinowolle etwas anhaben.

Quinn

Quinn ist ein harter Kerl im Bike-Racing und ein Whole-Foods- und Tequila-Fanatiker. Außerdem ist er stolz darauf, auch „der Hundeflüsterer“ genannt zu werden.

Sein Solo war mit dem OneUp Components EDC Tool and Pump-System ausgestattet, und anstelle der Standard-700c-Reifen entschied sich Quinn für Maxxis Ravagers 650b. Neben seinem dicken Fell hielt ihn ein 7mesh Oro Mission Jersey auf der gesamten Fahrt warm.

Félix

Als Sushi-holiker mit Wurzeln in BC und Quebec ist Félix ein seltsames Geschöpf, das sowohl XC-Fitness als auch DH-Kompetenz verkörpert.

Félix hat sein Solo mit Vario-Sattelstütze in den Schotterkurven so richtig quer gestellt und konnte mithilfe seiner 7mesh MK3 Bib und Farside Shorts seinen Hintern schotterfrei halten. Seine Corsa-Jacke und Cypress-Weste hielten ihn warm.

Zurück Highlights The Jank Files - Episode 2 Von gnadenlosen Race-Tracks und Gesprächen mit Papageien über frisch geschnittene Haare bis hin zu einer komischen Mütze für Jesse – hier ist Episode 2 von The Jank Files.
Vor Highlights Rückkehr nach Riva Seit 1994 gilt das Bike Festival in Riva del Garda als inoffizieller Start der Bike-Saison in Europa, und wir sind schon von Anfang an dabei.
Highlights

Reise durch die Zeit

January 30, 2019

Geschichte von Julia Hofmann

Es war ein harter Aufstieg, der sich fast so anfühlte, als wäre es genauso viel Hike-a-Bike wie pedalieren, aber endlich sind wir hier. Wir stehen hoch oben auf dem höchsten Punkt des Cronin Passes über Smithers, BC, der Wind heult, die Luft fühlt sich kalt an und ich schaue hinab auf die unendliche Weite der kanadische Landschaft und auf diesen einen epischen Trail den ich gleich unter die Stollen nehmen werde.

Es ist Mitte August, aber mit jeder durchdringenden Windböe spüre ich, dass der Herbst nicht mehr weit entfernt ist. Wir haben den ganzen Tag damit verbracht hier hoch zu kommen und die Sonne steht jetzt schon sehr tief am Horizont. Die Bergklippen werfen lange Schatten und die Farben unserer Umgebung beginnen sich langsam zu sättigen. Die Szenerie ist eine Mischung aus Frieden und Einsamkeit, vermischt mit unserer wachsenden Erwartung in den Trail einzutauchen. Es ist ein Gefühl von Freiheit und Glück.

Als ich jung war, begannen meine Abenteuer klein und mit der Zeit wuchsen sie allmählich. Als Kind bin ich mit meinem Pferd durch Felder und Wälder in der Nähe des Hauses meiner Eltern bei Lichtenfels geritten und jedes Mal habe ich meine Runde erweitert. Nicht weit entfernt von dem Haus meiner Großeltern, gibt es einen schönen kleinen Waldweg, das war das erste echte Stück Singletrack, auf dem ich mit meinem Bike gefahren bin und genau dieses Gefühl, sich auf zwei Rädern schnell durch den Wald zu bewegen, ist mir bis heute geblieben.

Im Laufe der Zeit lernte ich die Wälder um meine Heimat in Oberfranken so gut kennen, dass ich schließlich begann, mich nach Abenteuern umzusehen. Ich machte Roadtrips mit meinem alten Käfer zu Bikeparks in Deutschland, dann weiter nach Österreich, Schweiz, Spanien oder Italien. Als ich das Gefühl hatte, dass ich alles in Fahrweite gefahren bin, war der nächste logische Schritt, einen Flug zu buchen. Dann war es soweit, ich stand am Flughafen um für den Flug nach Kanada einzuchecken.

 Meine erste internationale Reise mit dem Bike war Kanada vor 10 Jahren und ich werde nie das Gefühl vergessen, auf einem anderen Kontinent zu landen, mein Bike aufzubauen und meine Reifen in den kanadischen Waldboden zu stecken. Aus genau diesem Grund wird Kanada für mich immer ein besonderer Ort sein. Es ist riesig, mit seinen endlosen Wäldern und mächtigen Bergen, und es gibt die perfekten Singletracks, die durch eine dramatischen Landschaften führen. Die Qualität der Bike Strecken ist es, die das Fahren hier vom Rest der Welt unterscheidet. Die Wege sind speziell für das Biken angelegt. Es ist für jeden etwas dabei und die speziell angefertigten Uphill Strecken können genauso lustig sein wie die unglaublichen Abfahrten.

Während die Sonne unter einer endlosen Horizontlinie von Gipfeln und Graten verschwindet, beginnt der übersättigte Filter zu verblassen. Es ist Zeit zu gehen, bald ist das Licht komplett weg und eine lange Abfahrt liegt noch vor uns. Am Fuße des Berges, versteckt im Wald, steht eine kleine Hütte in der wir übernachten wollen, bevor wir uns weiter auf den Weg zur nächsten unglaublichen Location machen. Ich senke meinen Sattel ab, fange an in den Trail hinein zu rollen und schon werde ich mit einer weiteren unglaublichen kanadischen Abfahrt verwöhnt.

Je mehr ich reise und Trails in den verschiedene Teilen der Welt befahre, klingt das berühmte Sprichwort, "je mehr sich die Dinge ändern, desto mehr bleiben sie gleich", richtig für mich. Das Gefühl, das sich beim Aufstieg auf den Gipfel eines Berges einstellt und die Vorfreude, wenn man auf die Abfahrt blickt, ist nicht anders als bei meinen ersten Abenteuern in den Wäldern von Lichtenfels im Alter von sechs Jahren.

Zurück Highlights Je me souviens Mir wurde klar, dass Québec immer mein Zuhause bleiben wird, auch wenn ich das XC hinter mir gelassen habe – diese zwei Dinge waren für mich vollkommen miteinander verknüpft, bis ich mit meinem großen Bike zurückkam und damit auf Tour ging! 
Vor Highlights Das Neue Instinct Powerplay Das Instinct Powerplay bringt dich an Orte, von denen du bisher nur geträumt hast. Wenn es darum geht, von der Haustür weg eine Riesentour in die Berge zu unternehmen, wird dich unsere neue E-MTB Allzweckwaffe schneller und weiter bringen, als du es dir je vorstellen konntest.
News

Introducing the Rocky Mountain Sherpa

April 15, 2015

Rocky Mountain Bicycles ist stolz, das neue Sherpa Overland Bike zu präsentieren. Bikepacking hat bereits eine lange Tradition und doch schlägt Rocky Mountain mit dem Sherpa eine neue Seite auf. Die Idee war, ein Bike zu konzipieren, das auch dem schwierigsten Gelände gerecht wird und der Spass dabei nicht zu kurz kommt – und das selbst voll bepackt auf mehrtägigen Abenteuer-Touren. Das Sherpa bringt dich und dein Gepäck weit weg von jeglicher Zivilisation, durch unwegsame Wildnis und wenn es sein soll, bis ans Ende der Welt.

Entwicklung

Die Idee des Sherpas stammt von unserem Produkt-Guru Alex Cogger, dessen Biketouren mit der Zeit immer länger, "unkon- ventioneller” und anspruchvoller wurden. Dank der Zusammenar- beit mit WTB waren wir die Ersten, die mit 27.5+ Reifen und Felgen experimentierten. Über die letzten Jahre hinweg haben wir an mehreren Prototypen die neue Laufradgröße getestet und die Vorteile und Grenzen ausgelotet. Schnell wurde klar, dass sich Auftrieb und Traktion perfekt zum Bikepacking eignen.

Sein Debüt hatte das Sherpa als Konzept-Bike beim Sea Otter 2014 – herausgeputzt in einer maßangefertigten Lackierung, bestehend aus einem tibetischen Schneelöwen. Die Resonanz war überwältigend und zeigte die Sehnsucht nach Abenteuern, die in vielen von uns steckt. Dies überzeugte uns schließlich, das Bike auf den Markt zu bringen.

Eigenschaften

Das Herzstück des Sherpas besteht aus unserem bewährten Element Carbon Rahmen, kombiniert mit einem neuen breiteren Hinterbau, der selbst bei den dicksten Reifen die Funktionsfähigkeit des Umwerfers garantiert. Schon bei den ersten Testrunden wurde unmissverständlich klar, dass auf vollbepackten Overland-Touren eine breite Übersetzungsspanne unumgänglich ist.

Die breite Lauffläche der WTB 27,5+ x 2,8 Trailblazer Reifen verleiht dem Sherpa die nötige Stabilität und Verlässlichkeit auf Geröll, Steppensand und allem, was einem noch bei Vollgas und voll bepackt unter die Reifen kommt. Hinzu kommt ein überraschend niedriger Rollwiderstand, gepaart mit hervorragen- dem Überrollverhalten.

95mm Federweg am Heck, kombiniert mit erhöhtem 120mm Federweg vorne sorgen für mehr Potential und Stabilität unter Last. Die Sitzposition wurde angepasst und ist etwas aufrechter, um den langen Tag im Sattel angenehmer zu machen. Wichtig ist, dass Fahrwerk und voluminöse Reifen aufeinander abgestimmt reagieren. Gemeinsam mit Manitou erarbeiteten wir ein sensibles Fahrwerk, das mit hohem Ansprechverhalten von Beginn an überzeugt. Die Magnum Gabel schafft durch zusätzliche Breite eine bessere Reifenfreiheit, während der Mcleod Dämpfer weniger Luftdruck benötigt, sodass sich Fahrer und Bike auch vollbepackt im Optimal- bereich des Dämpfers befinden.

Warum schon wieder eine neue Laufradgrösse?

27,5+ ist ein sehr voluminöser Reifen, der auf einer breiten 27,5 Felge aufgezogen ist und dessen Außen- durchmesser mit dem eines 29er Reifens vergleichbar ist.

‘Overlanding’ bedeutet, das Unbekannte entdecken, wobei der Weg das Ziel ist. Für das abwechslungsreiche und vielfältige Gelände, das wir mit dem Sherpa entdecken wollen, braucht es einen Reifen, der mit niedrigem Luftdruck, aber großem Volumen fährt und der den Außendurchmesser eines normalen 29ers nicht übersteigt.

WENN MASSIVES VOLUMEN DES RÄTSELS LÖSUNG IST, WARUM SIND NICHT ALLE EURE BIKES 27,5+?

Das Sherpa ist das weltweit erste 27,5+ Fully, was aber noch lange nicht heißt, dass wir mit den neuen “skinny fat” Laufrädern auf den nächsten Zug aufspringen wollen. 27,5+ Laufräder sind weder 27,5er noch 29er und sind somit auch kein Ersatz für andere Laufradgrößen. Unsere ‘normalen’ Bikes gehen nirgendwohin – kein Grund zur Aufregung.

Trotz aller Vorteile sind sie auf geschmei- digerem Untergrund langsamer und schwerer als normale 29er Systeme. Mit Ambitionen auf den nächsten XC Weltcup Gewinn wird 27,5+ wohl eher nicht dein Freund werden. Mehr Volumen heißt gleichzeitig auch eine höhere Seitenwand als herkömmliche Reifen, was wiederum negative Aus- wirkungen auf die Kurvenstabilität hat. Ein Defender Geländewagen ist auf der Rennstrecke sicher nicht vorne mit dabei - aber zeigt sein wahres Können, wenn es hart auf hart kommt.

Der Fahrer

Das Sherpa ist für all jene Fahrer, die hinaus und die Welt entdecken wollen. Sei es die Suche nach alten Schmugglerwegen in den Alpen, nach dem nächsten Abenteuer- rennen auf dem Colorado Trail oder nach längst vergessenen Wildwechseln im Himalaya – das Sherpa ist für all jene, deren Touren ein GPS-Gerät voraussetzen.

Technologien

  • SMOOTHWALL Carbon verhindert überschüssiges Epoxidharz und Carbonfasern durch eine harte Innenform und erreicht somit eine branchenführende Langlebigkeit, Fahrqualität und optimalen Steifigkeit-zu-Gewichts Wert (STW).
  • Die SMOOTHLINK Federung ist immer aktiv, um Traktion zu gewährleisten und bleibt dabei feinfüh- lig und gleichzeitig straff.
  • FORM Alluminium erfüllt das Optimum an Steifigkeit, Gewicht und Fahrqualität, indem jedes 7005 Rahmenrohr für die spezifische Verwendung im Rahmen de- signed wird.
  • ABC (Angular Bushing Concept) Gleitlager sind leichter, steifer und wartungsärmer als herkömmliche Kugellager.

Geometrie

Spezifikationen

Frame: Smoothwall™ Carbon front triangle. Form™ alloy rear triangle. ABC™ Pivots. PF BB
Accessories: Frame, bar, and saddle bags not included. We recommend Porcelain Rocket bags
Shock: Manitou McLeod Custom Valved. Smoothlink™ Design 95mm. Rebound / 4 Position IPA Platform Settings
Fork: Manitou Magnum 27.5+. 120mm. TPC Absolute+ Damper / Compression / Lockout / Rebound / 110x15mm HexLock Axle / Tapered Steerer
Headset: Cane Creek Fifteen Series: IS42mm Top / 52mm Bottom Tapered
Brake Levers: Shimano M506 I-Spec Shifter Mount
Brakes: Shimano M506 Hydraulic Disc 180mm
Cassette: Shimano HG50 11-36T 10spd
Chain: KMC X10 10spd EcoProtect Anti Rust
Cranks: Race Face Turbine Cinch Custom 83mm 170-175mm 38/24T 2x10spd
Bottom Bracket: Race Face Cinch 30mm BB92 Press Fit w. 83mm Adapters
Pedals: N/A
Shifters: Shimano SLX Rapid Fire I-Spec 2x10spd
Front Derailleur: Shimano Deore E Mount 2x10spd
Rear Derailleur: Shimano XT Shadow Plus Direct Mount 10spd
Front Hub: SUNringlé SRC Plus / Fat Fork Specific / 6 Bolt / 32H / 15x110mm Axle
Rear Hub: DT Swiss 350 / 6 Bolt / 32H / 12 x 142mm Axle / Star Ratchet Freehub
Spokes: DT Swiss Competition
Rims: WTB Scraper i45 27.5+ TCS Tubeless Ready
Tires: WTB Trailblazer 27.5+ TCS 27.5" x 2.8" Tubeless Ready
Handlebar: Race Face Evolve 3/4 Riser Ø31.8mm x 725mm x 9° Sweep
Stem: Race Face 6° x 70-100mm
Grips: Rocky Mountain Lock On Mushroom
Saddle: WTB Volt Race
Seatpost: Rocky Mountain XC 30.9mm x 400mm

AVAILABLE MID-MAY.

Zurück Highlights The Black Canyon Trail Wade Simmons, Andreas Hestler, Geoff Gulevich, Alex Cogger, and Brian Vernor head down to Arizona's Black Canyon Trail for some overland bikepacking in the desert.
Vor News Hestler Talks Thunderbolt MSL It's clear that the lightweight, playful 120mm bike is right in his wheelhouse.
Highlights

An Argentina Adventure

August 22, 2012

Sitting on the edge of the Andes, Bariloche is famous for its Catedral ski resort, the biggest in South America, and for its notoriously rugged backcountry terrain. After bouncing around various ideas of where we should take this year's Rocky Mountain adventure, we dug deeper and discovered that Bariloche has a burgeoning mountain bike scene with killer trails and passionate locals. That, and Argentina's warm sunshine in February sealed the deal.

The trip wasn't about finding big hucks, shredding scree slopes, heli-shuttles, or filming for a feature movie. It was about finding a true mountain bike adventure and sharing it with close friends.

So, we pulled together the team of Thomas Vanderham, Geoff Gulevich, Wade Simmons, and Andreas "Dre" Hestler, as well our very talented friends Margus Riga and Ambrose Weingart to capture the trip's visuals, and headed to the Southern Hemisphere. With the help of our amazing guides, Martin "Cepi" Raffo, Bojan Magister, and Gonzallo Serenelli, we found the adventure we had hoped for and much more. From the friendly and welcoming locals, to the jaw dropping natural beauty surrounding Bariloche and its world-class trails, we'll remember this trip for the rest of our lives.

When we travel together with our bikes and gear, we use the term "Shock and Awe" for the airport check-in experience. Seven guys with seven overweight bikes and gear bags is a sight to behold and Air Canada's check-in staff have come to know us well. Our trip down to Buenos Aires was smooth and we had a fun (too fun) night there before heading to Bariloche the next day. There, we met our amazing guides and we had enough time to get a quick rip in to work the cobwebs out from two days of travel.

Our first day of riding had us giddy - we knew we'd stumbled upon something big. It was so gratifying to come so far and be rewarded with such great riding and awe-inspiring terrain. The riding above the Catedral bike park had us feeling like we were riding on Mars with jagged red rock spires in the distance. The next day we climbed for two hours up to a refugio, which is a mountaineer's hut staffed year-round. With epic views of the lake and the Andes, we descended into what seemed like a natural bobsled track full of little drops and rock gardens. Another all-time day and further confirmation we hit the motherlode.

When we were above Catedral, we could see a snowcapped Volcano in the distance. We were told that soon we'd be riding almost all the way up the it in coming days. A three hour climb through rainforest, past huge waterfalls and incredible vistas put us into a glacial moonscape. We climbed and hiked in dense fog over volcanic rock up to over 7000 feet. Out of nowhere a refugio appeared, a welcome sight for a bunch of cold and tired guys. After a late night and lot of red wine, we were greeted by a bluebird morning and the realization we were on the edge of a massive glacier and in the middle of a mountain bike playground.

Right outside of the town of Bariloche is some of the sweetest ribbons of singletrack any of us had ever experienced. Not only that, but directly in town is a top quality shuttle zone that had us saying "one more run" over and over.

With the trip winding down, we simply had to get one dawn patrol ride checked off the list. We ascended in pitch-black darkness with headlamps to the top of a 3000 foot ridge and waited for the golden light to appear. The sunrise was worth the suffering. On our last day, we rode with locals on their home shuttle trails and it turned out to be the most fun day of the whole trip. Their warm spirit and big passion for mountain biking rubbed off on us and it was the perfect end to an unforgettable trip.

Zurück Highlights The Road to Rampage Rampage is, in our opinion, the pinnacle of modern freeriding and words can't describe the intensity of being there in person. Yet, behind all the glamour and media attention of the Finals are countless hours of planning, traveling, digging, testing, sculpting and refining the ridiculous lines that epitomize the competition. This is a short film about all the blood, sweat, and beers that happen behind the scenes of Rampage.
Vor Highlights Das letzte Trans-Provence Peter Ostroski machte sich zur Teilnahme am zehnten und letzten Trans-Provence Rennen auf den Weg in die Seealpen.