Solo

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Süße Flucht

May 17, 2019

Wie ein unerbittliches Metronom und eine endlose To-do-Liste: mit meiner Arbeit, meinem Studium und all den anderen Aufgaben, die immer anstehen, fühle ich mich oft wie auf dem Hamsterrad. Natürlich müssen diese Sachen alle erledigt werden, aber je geschäftiger mein Leben wird, desto mehr wird mir klar, dass ich mir für die Dinge Zeit nehmen muss, die ich liebe und die das Kind in mir begeistern. Und es überrascht wohl niemanden, wenn ich sage: mich begeistert das Radfahren. Wenn ich schnell fahre, neue Orte sehe und ganz spontan auf ein Abenteuer gehe, kann ich auf meinem Bike dem Alltag direkt von der Haustür aus entfliehen und mich im Nirgendwo verlieren.

Jedes gute Abenteuer fängt mit Pizza und Landkarten an.

Quinn und ich studieren beide an der University of Victoria und sind Vollzeit-Radrennfahrer. Wir leben so gut es geht immer der Nase nach und kämpfen gegen die üblichen Terminpläne und Normalitäten. Doch so sehr wir uns auch bemühen, wir müssen trotzdem unsere Arbeiten einreichen und den Regeln folgen. Als Scott diese grandiose Fahrt vorschlug, musste er uns nicht lange überreden – insbesondere da er viel Erfahrung damit hat, ein volles Berufsleben und fantastische Abenteuererlebnisse unter einen Hut zu bringen.

Kettenöl und Reifendruck – typische Vorbereitungen in letzter Minute.

Nördlich der Stadt erstrecken sich hunderte Kilometer von Trails, und die Strecke, die Scott vorschlug, versprach eine Fülle an Irrwegen, epischen Hungerästen und (hoffentlich) immer wieder eine „zweite Luft“. Für diese Sachen leben wir! Und so beluden wir trotz der fetten, grauen Wolken, die einen düsteren Schatten über Victoria warfen, unsere Bikes, packten ein paar Snacks und machten uns auf den Weg in die Berge.

Scott: „Diese Tour hatte wirklich Potenzial. Die Vorstellung, die Stadt hinter mir zu lassen und einen Punkt auf der Landkarte anzusteuern, den ich bislang nur mit dem Auto erreicht hatte, war spannend, aber ich hatte keine Ahnung, wie die Strecke dorthin aussah.“

Wenn du dich schon irgendwo verabredest, dann wenigstens an einem Ort mit fantastischem Kaffee.

Wir hatten vor, dem komplexen Netz aus Radwegen bis zum Stadtrand von Victoria zu folgen und von dort aus auf dem Sooke Wilderness Trail nach Norden zu fahren. Der Cowichan Valley Trail sollte uns dann weiter nach Norden an das Ufer des Shawnigan Lake führen. Nachdem wir unseren Wendepunkt, die Kinsol Trestle, erreicht hatten, sollte es Richtung Küste und von dort mit einer kleinen Fähre über das Saanich Inlet nach Brentwood Bay weitergehen. Den Rest der Strecke zurück in die Stadt wollten wir über Landstraßen zurücklegen, bevor wir dann, nach 140 km auf den tollsten Mountainbike-Strecken im Süden von Vancouver Island, voller aufregender Erlebnisse wieder ins Alltagsleben eintauchten.

...doch wir alle wissen, wohin Koffeinkonsum führt.

Das kalte, windige und regnerische Wetter war nicht sonderlich motivierend. Doch obwohl der Großteil der Stadt diesen Tag wahrscheinlich unter einer warmen Decke verbrachte, folgten wir Victorias Radwegelabyrinth aus unserer Nachbarschaft heraus, an Industriegebieten vorbei, bis wir den Stadtrand erreichten.

Quinn: „Es regnete so stark, dass wir wohl alle Zweifel an unserem Vorhaben hatten, aber niemand wollte es zugeben. Wir fuhren durch die Innenstadt und auf den ‚E&N Rail Trail‘, wo fantastische Graffiti zu sehen sind.“

Eine kleine Regenpause auf unserem Weg aus der Stadt heraus.

Als wir die Stadt verließen, wurde die Welt grüner und wir fühlten uns etwas kleiner. Die Straßen wurden enger, es gab immer weniger Häuser und schneller als erwartet gab es nur noch uns, den Trail und den sintflutartigen Regen.

Auf in die Berge

Der erste Abschnitt des Sooke Wilderness Trails weckte unsere Abenteuerlust. Dieses Band aus feinem Schotter führte uns durch ein grünes Meer aus hohen Bäumen, bis es plötzlich steil nach oben ging und der Trail im Nebel weit über uns verschwand.

Folge dem Trail bis tief in eine Welt der Riesen

Der Anstieg zum Malahat Summit war steil und unerbittlich. An einigen Stellen mussten wir so hart um jeden Meter kämpfen, dass die Kette über die Kettenblätter knirschte, während wir hart in die Pedale traten. Unsere Gedanken wurden leer und wir konzentrierten uns nur noch auf unser schweres Atmen und die immense Erschöpfung. Herrliche Freiheit!

Der Gipfel war eine Erleichterung. Jetzt, da der Aufstieg hinter uns lag und wir uns auf die Abfahrt freuen konnten, amüsierten wir drei uns über die Lächerlichkeit unserer Lage und zogen weiter. Vielleicht lag es daran, dass wir als drei Mountainbiker auf Gravelbikes unterwegs waren und sich das etwas albern anfühlte, doch ich denke, der Hauptgrund war, dass wir zu müde waren, um klar denken zu können. Wir dachten nur noch ans Bergab-Shredden und wollten die Strapazen des Anstiegs schnell vergessen.

Man kommt nur auf eine Art durch die Berge - mit großer Anstrengung.

Scott: „Ich war überrascht, wie vielfältig der Sooke Wilderness Trail und der Cowichan Valley Trail waren. Jeder Abschnitt war ein bisschen anders, und das hat viel Abwechslung – und Spaß – ins Spiel gebracht. Die Abfahrt hat erstaunlich viel Spaß gemacht; ein bisschen à la 1980er Mountainbiking – haha!“

Quinn: „Die Abfahrt nach Shawnigan war echt irre. Wir haben alle versucht, uns auf den Schotterserpentinen so quer wie möglich zu stellen!“
Gravelbike-Shredden. Das gibt's wirklich und es ist krass!

Was ist die optimale Granulatgröße für Schotter? Die Antwort ist: genau die, auf der wir hier gefahren sind.

Die Abfahrt vom Malahat brachte uns ins Cowichan Valley, wo wir uns glücklicherweise auf flacherem Terrain wiederfanden und schnell vorankamen. Wir fuhren durch einen Tunnel aus Bäumen und an den Ufern des Shawnigan Lake entlang, bis wir die Kinsol Trestle erreichten, der fernste Punkt auf unserer Strecke. Mit einer Höhe von 44 m ist die 1944 errichtete Kinsol Trestle eine der höchsten Trestle-Eisenbahnbrücken der Welt. Ein würdiges Tagesziel.

Die Kinsol Trestle war der nördlichste Punkt unserer Strecke.

Von dort bogen wir auf einen Forstweg ab, der „Koksilah Road“ hieß – ein Name, über den wir drei in unserem hungerastigen Zustand leise lachen mussten. Im Drumroaster Café in Cobble Hill wollten wir mit frisch geröstetem Kaffee und Gebäck wieder auftanken, denn wir waren bis auf die Knochen nass und unsere Stimmung war getrübt.

Quinn: „In der letzten halben Stunde, bevor wir am Drumroaster Café ankamen, habe ich mir echt nur gewünscht, wir wären schon dort. Ich habe wirklich ein Sandwich und einen Kaffee gebraucht – und ehrlich gesagt auch eine Pause!“

Durch einen Tunnel aus Bäumen auf dem Cowichan Valley Trail

Der Regen hatte uns von Anfang an zugesetzt, und nun drang die Feuchtigkeit langsam in mein Kameraobjektiv ein. Als wir das Café in Cobble Hill verließen, hatte ich Sorge, dass das Objektiv permanent beschädigt war, doch mir war klar, dass ich nichts dagegen tun konnte, bis wir wieder zu Hause waren. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir nicht einmal mehr sicher, dass wir es heil wieder zurückschaffen würden.

Die warmen Getränke und das Essen im Drumroaster Café hatten wir uns verdient, und sie brachten uns (ein Stück weit) wieder auf die Beine. Wir saßen im Café und schauten nach draußen in den Regen, aber schließlich mussten wir wieder los und es gab nur eines: in den strömenden Regen hineinradeln.

Quinn: „Wir brachen in heftigem Regen wieder auf. Das war nicht die moralische Unterstützung, auf die ich gehofft hatte.“

Scott: „Aus dem Café in den strömenden Regen zu laufen war nicht meine Vorstellung davon, wie ich den Rest des Tages angehen wollte. Doch wir akzeptierten die Nässe, und ich nahm all die Dinge wahr, die diese Gegend so besonders machen. Die Farben, die einzigartigen Bauernhöfe mit ihren Tieren ... sie schienen allesamt unbeeindruckt von diesem Wetter.“

„Es war ziemlich cool, dass sich die Pferde streicheln ließen, und dann begann eines davon, meinen Bart anzuknabbern. Seltsam war das schon, aber warum nicht!“ - Selbsternannter Pferdeflüsterer Scott Pilecki.

Wir hatten vor, vom Café in Cobble Hill nach Mill Bay zu fahren und von dort mit der Fähre die Bucht zu überqueren, anstatt wieder über den Malahat-Pass zurück zu radeln. Aber nach einem langen Tag in schlechtem Wetter waren wir so erschöpft, dass wir eine wichtige Abbiegung verpassten und uns verfuhren.

Scott: „Wir schauten noch einmal auf die Karte und realisierten, in welchem Schlamassel wir uns befanden. Mist! Es war ungefähr 17:30 Uhr, es regnete, und wenn wir unsere Strecke über Mill Bay beenden wollten, konnte es sein, dass wir das letzte Boot verpassen. Das Risiko war einfach zu groß, und im schwindenden Tageslicht entschlossen wir uns, die Zähne zusammenzubeißen und wieder den Malahat hochzuklettern.“

Das Cowichan Valley ist voller kurvenreicher Straßen inmitten einer einzigartigen Landschaft.

Die Abfahrt vom Malahat herunter ist eine notorisch gefährliche Strecke des Trans-Canada Highway auf Vancouver Island, und der Regen und das Dämmerlicht machten die Abfahrt besonders problematisch. Mit konzentriertem Blick und zusammengepressten Lippen richteten wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf Schutt am Straßenrand und die unberechenbare Fahrweise der Autos zu unserer Linken. Es war heftig, und als wir unten ankamen, waren wir uns alle einig, dass es definitiv Zeit für einen Drink war. Zum Glück hatte Quinn vier Hey Y‘alls (ein alkoholisches Eisteegetränk aus BC) dabei, die er schon die ganze Fahrt lang mitgeschleppt hatte. Er hatte nur auf den richtigen Moment gewartet, um sie mit uns zu teilen, und dieser war nun gekommen.

Quinn: „Vor der Fahrt dachte ich mir, es würde Spaß machen, im richtigen Moment ein Dosenstechen mit ein paar Hey Y‘alls zu machen. Ich hab‘ welche eingesteckt, bevor wir losgefahren sind, und als wir den Malahat überstanden hatten, wusste ich, dass der Moment gekommen war. Ein schnelles Dosenstechen – dank dem OneUp EDC-Tool – und es war an der Zeit, die letzten 15 km nach Hause anzugehen.“

Fast zu Hause!

Mit dem bisschen Mut, den wir uns angetrunken hatten, fuhren wir gemeinsam die letzten 15 km, erzählten uns Stories und lachten über das, was heute passiert war. Wir haben über Sachen gelacht, bei denen wir nicht einmal wussten, ob sie lustig waren, aber wir waren so müde, dass außer Lachen nichts mehr ging. Außerdem war es ein gutes Mittel gegen die Erschöpfung in unseren schweren Beinen. Als wir wieder an bekannten Orten vorbei und durch unsere gewohnte Landschaft fuhren, war klar, dass sich hier nichts wirklich verändert hatte, doch für uns war alles anders. In gerade einmal zwölf Stunden hatten wir mehr erlebt als in einer ganzen Woche auf dem Hamsterrad. Wir haben Gipfel erklommen, dem Wetter die Stirn geboten und stressige Situationen gemeistert. Scotts Bart wurde sogar von einem Pferd angeknabbert!

Für uns war die Fahrt durch bekannte Viertel eine willkommene Rückkehr zum Alltag. Die zurückgelegte Tour hat ihre Spuren hinterlassen und war genau das, was wir alle brauchten. Dieser Tag ist das perfekte Beispiel dafür, weshalb Bikes das ultimative Tool für ein modernes Abenteuer sind.

UNSERE PERSONEN

Scott

Scott hütet die Rocky Mountain-Athleten. Er ist ein Kenner der Feinheiten des Lebens und ein schwarzes Loch der Konversation.

Scott war auf einem großen Rocky Mountain Solo unterwegs und stellte seine Topo Design Lenkertasche zur Schau, in der er ganz bequem sein OneUp Components 100cc Pump and Tool-System verstaut hatte. Weder Regen noch Kälte konnten Scott in seiner Revelation-Jacke und dem Desperado Henley-Trikot aus Merinowolle etwas anhaben.

Quinn

Quinn ist ein harter Kerl im Bike-Racing und ein Whole-Foods- und Tequila-Fanatiker. Außerdem ist er stolz darauf, auch „der Hundeflüsterer“ genannt zu werden.

Sein Solo war mit dem OneUp Components EDC Tool and Pump-System ausgestattet, und anstelle der Standard-700c-Reifen entschied sich Quinn für Maxxis Ravagers 650b. Neben seinem dicken Fell hielt ihn ein 7mesh Oro Mission Jersey auf der gesamten Fahrt warm.

Félix

Als Sushi-holiker mit Wurzeln in BC und Quebec ist Félix ein seltsames Geschöpf, das sowohl XC-Fitness als auch DH-Kompetenz verkörpert.

Félix hat sein Solo mit Vario-Sattelstütze in den Schotterkurven so richtig quer gestellt und konnte mithilfe seiner 7mesh MK3 Bib und Farside Shorts seinen Hintern schotterfrei halten. Seine Corsa-Jacke und Cypress-Weste hielten ihn warm.

Zurück Highlights The Jank Files - Episode 2 Von gnadenlosen Race-Tracks und Gesprächen mit Papageien über frisch geschnittene Haare bis hin zu einer komischen Mütze für Jesse – hier ist Episode 2 von The Jank Files.
Vor Highlights Rückkehr nach Riva Seit 1994 gilt das Bike Festival in Riva del Garda als inoffizieller Start der Bike-Saison in Europa, und wir sind schon von Anfang an dabei.
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The Long Way

March 01, 2018

Sam Schultz has driven south every winter for the past 11 years, leaving Montana’s snow-covered landscape behind to coach mountain biking and road riding in Tucson, Arizona. In those 11 years, he’s switched it up his plan a few times and detoured over to sunny California to ride, but the Sonoran Desert has a certain allure that has always drawn him back. Sam’s road trip always has an end game; to get back on the bike, push his own limits, and get a jump start on the riding season. He’ll be the first one to tell you he loves a good road trip, and that the best ones are filled with deviations, stops, and adventures along the way.

 

The whole life “van life” movement has really taken off, but it’s nothing new. The entire idea of it is centered around freedom; go where you want, when you want, with the only limitation being the need for a road surface to drive on. Riding a bike is not all that different. They’re an amazing tool for adventure and instill a strong sense of personal satisfaction and excitement. However, on a bicycle there’s no need to stop when the road ends. Sam’s bikes are a natural extension of his van, and he uses them to further explore his current location and bring on a unique perspective to his journey.

 

“I would say the more time I can have to get from point A to point B the better. Just stop and you have your garage full of bikes, your dresser, your changing room, your kitchen, your bed--everything you need. The best times on a road trip are the days the van doesn’t move at all” – Sam Schultz

Sam grew up racing mountain bikes. He entered his first race at 13 and was ranked at a national level, earning him a spot on the US Cycling U23 development team. After several years of competing internationally against the best in the world, it was announced that he was chosen to represent his country at the 2012 London Olympics. Sam placed 15th on the day, a result that he’s incredibly proud of. The Olympic Games weren’t Sam’s exit from racing, but it wasn’t long after that he began suffering from multiple back injuries that required multiple surgeries. One of the surgeries resulted in a spinal infection, and the other left him with rods and screws fusing his L4 and L5 vertebrae together. For a year before surgery, and a year after each surgery, it was non-stop physical therapy and rehabilitation. He was determined to return to racing.

“For me, it’s always been that if I put in the work, I see the result. That’s how my whole bike racing career was, and I feel very lucky that it was like that.” – Sam Schultz

Sam came to the realization that with his plaguing back injury, being a racer wasn’t going to be his future career. Like most people when their entire world is turned upside down, he felt a bit lost. The solution didn’t come to him overnight, but he took the time to try and figure out what it was that actually makes him happy. Sam loves to travel, meet interesting people, and he loves to ride his bike.

“The only thing I have found that compares to doing something yourself, is sharing it with someone else. Most people learn that in kindergarten, but that has been a pretty big epiphany for me.” – Sam Schultz

Sam’s been camping out and travelling with a van for his entire life. From road tripping with his parents’ minivan in high school for racing, to exploring the US with a quiver of bikes and his dog, Pancho. Right now, Sam’s biggest priority is to embrace his adventure, put the van in “park”, and get out for a ride beyond where the road ends.

Tags: Solo, sam schultz

Zurück Highlights Das völlig neue Vertex Das Vertex verkörpert Geschwindigkeit und Selbstbewusstsein und ist unser Vorzeige-XC-Race-Hardtail.
Vor Highlights Sam Schultz' Never-ending Road Trip From Olympic cross-country racing to a life on the road, Sam Schultz lives for riding mountain bikes. He’s grown up chasing the top spot on the podium and was always driven by the excitement of fierce competition.
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Sam Schultz' Never-ending Road Trip

March 01, 2018

From Olympic cross-country racing to a life on the road, Sam Schultz lives for riding mountain bikes. He’s grown up chasing the top spot on the podium and was always driven by the excitement of fierce competition.

Nowadays, Sam’s working hard to launch a youth mountain bike league in Montana, coaching cycling clinics in Arizona, and driving his van around the US with his dog, Pancho, seated in shotgun. Sam’s never-ending road trip has given him a whole new perspective on mountain biking and life.

Where did you grow up, and where do you live now?
SS:
I grew up in Missoula, Montana and I still call it home. Like a lot of kids, I couldn’t wait to move away when I graduated high school. It didn't take long to come to draw me back and realize that I am pretty dang lucky to have grown up here.

What first got you into riding?
SS:
My uncle got my brother and I hooked on riding. Growing up with a sweet trail network out the back door, we were naturally drawn to explore our backyard. Uncle Chuck was an avid mountain biker who showed us what was possible on mountain bikes, so it didn’t take long for me to become obsessed with riding and talking to my parents about taking me to my first race (at my uncle's suggestion).

What was your path to the Olympics? Was racing part of your upbringing?
SS:
I entered my first race was when I was 13, and as soon as I finished all I could think about was the next one. It wasn't long until my brother got into it and pretty soon my Dad was racing too. My parents were incredibly supportive; loading up the minivan with bikes and camping gear and traveling all over Montana and eventually the country. In my last year as a junior, I set a goal to make the world championship team and I squeaked my way onto the squad. The following year I was invited to join a U23 development program that USA Cycling had founded, and that program gave me the opportunity to compete on the World Cup circuit. After several years of international competition, I had progressed enough to score my first pro contract. It was a dream come true. I didn't really believe that the Olympics would be a possibility until I was named to the team leading up to the 2008 Games. I didn't make that team, but I knew I had a shot for 2012.

So, you ended up at the 2012 London Olympics. Was it what you expected?
SS:
It was amazing to have the opportunity to represent my country on the biggest sporting stage out there. I underestimated the feeling of having what felt like my entire community cheering me on. I was super nervous, and the whole experience was out of this world. I finished 15th on the day - a result I was very proud of. The biggest downside to competing in the mountain bike race was that it happened to be on the last day of the Olympics. I had to miss out on some epic parties that week, but the closing ceremony was truly something special.

What have you been doing at the Cycling House in Tucson?
SS:
I work both as a ride guide and a camp director for the Cycling House. I've been working for them on and off for the last 11 years. A high school bike racing buddy, and still one of my best friends, started the company 2 years before I got involved. We run all-inclusive cycling getaways out of a big house in the desert with delicious food, lots of shared hangout space, and great groups of people. They also run trips in Montana and all over the world now. We work like dogs, but we do so alongside great friends and with very interesting clientele. We get to spend a lot of time with our clients--and with bikes as a common connection between people who often times have polar opposite backgrounds, mutual respect, interesting conversation, and new friendships are usually the result.

Tell us about your goal of getting a High School Mountain Bike League going in Montana.
SS:
Ever since I stopped pursing racing as a result of some back issues and a couple of ensuing surgeries, I’ve given myself a lot of time living in what I call, “temporary-semi-retirement”. Retired life is great, but I've also been seeking out the next project that will push me to be less self-serving and spread my passion for cycling.

All signs pointed towards a project with the NICA (National Interscholastic Cycling Association) high school and middle school mountain bike racing movement. NICA exists in 22 states across the US now and it is flourishing. Montana doesn't have a league yet, and I see this as an amazing opportunity to make mountain biking more accessible to kids in my home state. I think about how lucky I was to get introduced to mountain biking at a young age, and how much I learned from mountain biking. I would have been through the moon if we had a program like NICA when I was growing up, and I couldn't be more excited to be working on making it happen.

How did you meet your dog, Pancho?
SS:
Exactly a year ago, I set off on a little motorcycle trip into Mexico. I had two weeks off and I wanted to see some new country, explore cool roads, and of course eat delicious tacos. Towards the end of my trip I rode past a burning dump--black smoke billowing out along a beautiful coastline. I was fascinated and had to pull in for a closer look.

The first thing I saw through the smoke was a puppy peering out of a water jug. I couldn’t think of much to do at that time other than bring some food and water to the pup, but even after I got back to Tucson, I couldn’t stop thinking about that dog. I drove back down in my van a couple days later and what I thought was one puppy turned out to be four--three black and brown puppies, and one scrawny little white one. I was chasing these puppies around through broken glass in a burning dump at sunset and I couldn’t catch them.

It was getting dark quick, so I started going after the smaller, white one. He fell asleep on a pile of trash while I was chasing him, and I scooped him up. He weighed less than 5 pounds, smelled like rotten fish, and was covered in fleas and ticks. I felt guilty after taking him away from his siblings, so I left the van door open to give him the chance to run free. He sat there staring at me. The whole story is pretty long (with getting him across the border and all that). You might have to buy me a beer to hear the rest...

You’ve told us before that your exit from the racing world was not an easy one. What was that like and how have you balanced your competitive drive?
SS:
My exit from the racing world was pretty long and drawn out. I went through two pretty serious back surgeries; one that resulted in a spinal infection, and one that left me with rods and screws fusing my L4 and L5 vertebrae together. For a year before surgery, and a year after each surgery, I did physical therapy exercises more obsessively than I’ve done anything in my life. I had the blinders on and I wanted to get back to racing. I guess it’s that stupid, competitive drive I have. I think a rationale person would have thrown in the towel quite a bit sooner. For me, it’s always been that if I put in the work, I see the result. That’s how my whole bike racing career was, and I feel very lucky that it was like that.

I never tested well with VO2 max and lactate threshold. My hematocrit was so low bloodwork always flagged me as anemic. According to the lab, I should be slow, but I stuck with it, had fun, worked hard and the rest is history. Making the decision to exit from racing is probably been one of the hardest, but also the best things I’ve ever done. It was a chance for me to change my perspective completely. I lived in this bubble where I was obsessed with what I was doing, and racing was my whole world. Then I got out of racing, and it’s hard to even find the results.

How have you continued to keep riding as part of your lifestyle? Why?
SS:
After finally coming to the realization that being a racer wasn’t going to work due to my plaguing back injury, I didn’t really know what to do. I thought it would be cool to put together an ambassador gig, but there are a ton of challenges trying to sell yourself from that angle as well. I pieced together a couple of low end deals, but nothing big enough to really make it worth doing anything that I didn’t actually want to do. It was a blessing in disguise, because it forced me to put effort into doing my own thing and really becoming that authentic story I was trying to sell. I started doing what I wanted to do and then some sponsor relationships have grown and it’s a cool gig.

Tell me about your pace in the van?
SS: Almost always, I would say the more time I can have to get from point A to point B the better. There are so many things to see along the way, and the van makes it easy. Just stop and you have your garage full of bikes, your dresser, your changing room, your kitchen, your bed--everything you need. The best times on a road trip are the days the van doesn’t move at all. If I stop, park the van, and just get to hang out. That’s the key. Nowhere to be and all day to get there. That’s a good way to be in the van.

What guides you as an evolving athlete?
SS: Endurance athletes that get to a high level of their sport usually don’t really get there without being pretty damn selfish. You have to take care of yourself, and it’s a lot about you to get to that high level. You end up making a lot of sacrifices, and it becomes difficult to what’s best for you with what others are expecting. I’m trying to work on being a little less selfish, because I have trained my whole life to perform at a high level. I say, “a little”, because I know I have a long way to go.

I’ve also really been taking my time to try and figure out what actually makes me happy. If I can get some riding in with interesting people and find some time for myself where I’m able to relax, I’m generally in a good spot. I still really like to push myself physically, and I feel really lucky to be able to do it even after my struggles with injuries. The only thing I have found that compares to doing something yourself, is sharing it with someone else. Most people learn that in kindergarten, but that has been a pretty big epiphany for me.

What advice would you give other people who are thinking about ditching the traditional life and hitting the road?
SS: A lot of people get in over their head trying to keep up with what other people are doing. Everything comes with sacrifices; the grass is always greener. I think being able to truly own what you’re doing at the moment is the best advice I could give.

I certainly don’t have it all figured out. I’m 32, I don’t really have a career right now, and sometimes I’m like “shit, what am I even doing?” but then I realize that I get to ride where I want to ride, work when I want to work, and piece it all together the way I want to. For me, as long as I’m learning I feel like it’s all worthwhile. I don’t think I’ll live the full “life on the road” forever – I kind of hope not – but I’m not going to regret the time I have spent doing it, that’s for sure.

Sam Schultz is splitting his time between riding the Solo, Instinct, and Element this season. He has his sights set on a couple races like BC Bike Race and the Downieville Classic but is mostly looking forward to road trips in his van that lead to amazing rides, and of course with Pancho by his side.

Tags: sam schultz, Solo

Zurück Highlights The Long Way Built for the pursuit of adventure, the all-new Solo doesn’t stop when the pavement ends.  
Vor Highlights Altitude Powerplay now available in Canada We first launched the Altitude Powerplay in Europe back in July, and after an incredible season abroad, we’re proud to bring it home and announce its availability in Canada.